Nintendo Switch

Veröffentlicht: 5. März 2017 in Videogames

Nintendo Switch – so heißt die neue Konsole von Nintendo, die am vergangenen Freitag am 3. März veröffentlicht wurde und lange Zeit unter dem Arbeitsnamen NX bekannt war.

Eine weitere stationäre TV Konsole auf dem Markt zu bringen, war den Japanern nach dem Misserfolg der WiiU und der inzwischen konkurrenzlos am Markt etablierten PS4 dann doch als zu riskant. Deshalb entschied man sich für eine Hybrid-Lösung.

Obwohl die Nintendo Switch als tragbare Heimvideospielkonsole vermarktet wird, ist das Gerät eher ein inoffizieller 3DS Nachfolger. Mit diesem Konzept unterscheidet man sich deutlich von den Mitbewerbern.

Nintendo lieferte im Gegensatz zur Markteinführung der Nintendo Classic Mini eine verhältnismäßig große Menge an Geräten aus. Bei einem Media Markt in Alpenvorland (Südostbayern) bspw. gab es angeblich 80 Konsolen, davon war ein großer Teil im freien Verkauf verfügbar. In nahezu fast allen Geschäften gab es spätestens am Samstag gar keine Geräte mehr zu kaufen.

Obwohl der Verkaufsstart sehr erfolgreich war, ist es noch nicht vorhersehbar ob die Nachfrage anhält, da es bisher eindeutig zu wenig Spiele zur Auswahl gibt. Mit Zelda BotW, Super Bomberman R, 1-2-Switch und Just Dance 2017 sind in Europa gerade einmal vier Spiele im Handel verfügbar. Davon ist Zelda BotW (das einzige interessante Spiel) in fast identischer Qualität auch für die bereits abgekündigte WiiU erhältlich.

Nintendo erhoffte, durch den Titel „1-2-Switch“ die Zielgruppe der sog. Casualspieler wieder zurückzugewinnen. Eine deutliche Fehleinschätzung, denn die Märkte blieben auf einer sehr großen Stückzahl unverkaufter 1-2-Switch Module drauf sitzen. Somit dürfte Nintendo endlich kapiert haben, das die Zeiten von Minispielen endgültig vorbei ist bzw. sich diese nicht mehr zum Vollpreis verkaufen lassen.

Fazit: Wer eine WiiU besitzt, hat mit der Nintendo Switch noch nichts verpasst. Das derzeit erhältliche und kommende Sortiment an Spielen ist zunächst für den japanischen Markt gedacht und für Kunden, die keine WiiU besitzen.

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Weihnachten 2016 und Jahreswechsel 2016/2017

Veröffentlicht: 24. Dezember 2016 in Allgemeines

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende entgegen und ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017.

Lieferengpässe zum Weihnachtsgeschäft

Veröffentlicht: 11. Dezember 2016 in Videogames

Man stelle sich folgendes Horrorszenario vor: Weihnachten steht vor der Tür und keiner kann liefern. Ausgerechnet in den umsatzstärksten Wochen vor Weihnachten, wo z.B. bei Spielwaren mehr als 25% des Jahresumsatzes entfallen, ist keine Ware im Handel vorrätig.

Glaubt man den Aussagen der Elektromärkte, so wurden bisher allerhöchstens 30% der bei Nintendo bestellen „NES Classic mini“ Konsolen ausgeliefert. Viele Händler haben sogar deutlich weniger oder gar nichts bekommen. Die Verfügbarkeit der Zusatzcontroller ist nicht der Rede wert gewesen.

Die kleineren Indie Läden, welche die Ware über einen Zwischen- bzw. Großhändler beziehen, gingen fast leer aus. Der größte „Großhandel für Videospiele“ in Deutschland hatte von 2400 bestellten Geräten bei Nintendo zum Marktstart gerade einmal 39 Stück erhalten. Das finde ich eine ungerechte Verteilung.

Nintendo hingegen gibt die Schuld der überraschend hohen Nachfrage. Man versprach zwar, nach und nach mehr Ware an den Handel auszuliefern, aber die Menge wird bei weitem nicht den Bedarf decken können. Über die Nachlieferungsmenge bekommt man bei Nintendo bisher keine richtige Auskunft darüber. Angeblich sind die Controller erst wieder ab Januar 2017 lieferbar, wo das Weihnachtsgeschäft längst gelaufen ist.

Bei Sony sieht es nicht besser aus. Die Virtual Reality Brille für die PS4 findet man kaum im freien Verkauf. Vorführgeräte gibt es zwar in jeden Media Markt, doch die Situation ist mehr als lächerlich, wenn der Kunde die groß beworbene VR-Brille nicht kaufen kann. Da werden sich einige Händler und Elektrofachmarkt-Ketten ganz schön ärgern.

Wenn ein Hersteller nicht liefern kann, dann hat es mehrere Gründe. Die Gründe können Versorgungsengpässe bei den Bauteilen sein, die Nachfrage ist größer als man sich erwartet hat oder das Kontingent wird bevorzugt auf andere Märkte z.B. Amerika verteilt. Lieferengpässe und knappe Ware gab es also schon immer, sogar bei Lego Steinen.

Die derzeit hohe Nachfrage könnte sehr schnell wieder zurückgehen wenn die Hersteller die Chance nicht nutzen, rechtzeitig genügend Ware an den Handel auszuliefern.

Das NES Classic mini ist ein schönes Weihnachtsgeschenk, dass genau zum richtigen Zeitpunkt veröffentlicht wurde. Im Frühjahr 2017, zur Markteinführung der Nintendo Switch und der großen Anzahl angekündigter Spiele Neuerscheinungen für die PlayStation 4, könnte die Retro-Konsole schnell wieder uninteressant werden.

Bei der VR-Brille mit einer zwingend notwendigen Kamera und mindestens einen Spiel kommt man auf ca. 500 Euro (ohne der PS4-Konsole für nochmals ca. 300 bis 400 Euro, je nach Modell) die zu Weihnachten eher schneller ausgegeben werden als einfach mal so unters Jahr.

Da hat sich Sony und Nintendo zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft wirklich was entgehen lassen…

Vor 2 Wochen erschien die PS4-Pro und mit der bereits erhältlichen VR-Brille brachte Sony eine weitere Neuheit für die PlayStation 4 auf dem Markt.

Nintendo pfeift hingegen auf Virtual Reality und veröffentlicht die „Nintendo Switch“ wie geplant im März 2017. Die Umsätze zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft werden größtenteils mit dem New 3DS XL, der „Sparversion“ 2DS sowie den Pokemon Spielen gemacht. Ganz ohne neue Hardware wollte man dann doch nicht alleine dastehen und bringt stattdessen eine Neuauflage des NES (als Nintendo Classic Mini: Nintendo Entertainment System, kurz NES mini) in die Märkte.

Hierbei handelt es sich um eine Miniaturausgabe der 8-Bit Konsole, in dem bereits 30 Spiele installiert sind. Weitere Titel können nicht nachträglich hinzugefügt werden. Um den neuen Fernsehstandard gerecht zu werden, ist die Konsole Serienmäßig mit einem HDMI Anschluss ausgestattet.

Das NES mini ist vom Konzept ähnlich vergleichbar wie die „kleinen“ Atari 2600- oder Mega Drive Nachbauten, die es seit einigen Jahren schon zu kaufen gibt. Der Unterschied ist jedoch, dass man das Originaldesign der Konsole aus dem 80er Jahren beibehalten hatte und das ganze wesentlich hochwertiger verarbeitet ist als bei den Mitbewerbern.

Nintendo hat bei den Spielen eine gute Auswahl getroffen. Spielspaßgurken gibt es so gut wie fast gar nicht. Zu den Klassikern gehören vor allem die Zelda- und Super Mario Spiele, sowie Bubble Bobble, Castlevania, Super C (aka Probotector 2), Ice Climber und vor allem Mega Man 2.

Die Nachfrage nach der Retrokonsole ist jedenfalls sehr groß. Ein Elektrofachmarkt zwischen München und Passau hätte am Erscheinungstag locker 70 Konsolen verkaufen können, wenn Nintendo diese auch geliefert hätte. Nintendo hat sich für die Veröffentlichung des NES mini genau den richtigen Zeitpunkt herausgesucht und Retrogaming Massenmarkttauglich gemacht. Diesen Retro-Trend konnte man bereits vor ein paar Jahren bei der Vinyl Schallplatte beobachten.

Nintendo Classic Mini: Nintendo Entertainment System

In der Konsole sind handelsübliche Standardbauteile wie z.B. ein 4-Kern-SoC mit ARM-Architektur verbaut. Die NES Spiele laufen über eine Emulation ab. Das Gehäuse ist sehr sauber verarbeitet und die Controller entsprechen größtenteils dem Original von 1985 (abgesehen von anderen Stecker).

Lieferumfang:
Leider befindet sich wieder kein Netzteil im Lieferumfang. Glücklicherweise kann man ein handelsübliches 5V USB Netzteil mit mindestens 1 Ampere Strombelastbarkeit verwenden und ist nicht wie beim 3DS auf spezielle Netzteile angewiesen. Ansonsten sind noch jeweils ein USB- und HDMI Kabel, sowie ein Controller und die Bedienungsanleitung in der Verpackung mit dabei.

Das Kabel ist zu kurz

Die Kabellänge des Controllers (ca. 70cm, beim alten NES noch 2,30 Meter) finde ich eine Zumutung. In Zeiten, wo sich in den Haushalten Flachbildfernseher mit einer Durchschnittsgröße von 50“ befinden ist es mir schleierhaft, was sich Nintendo eigentlich dabei gedacht hat.

Menü:
Über das Menü wurde schon auf anderen Internetseiten ausführlich berichtet. Die Möglichkeit, den Spielstand über die Reset-Taste manuell zu sichern finde ich als sehr praktisch, speziell bei den Spielen Kid Icarus und Metroid.

Bilddarstellung:
Das NES mini gibt eine Auflösung von 720p aus. Die Spiele entsprechen der amerikanischen Version und laufen in der Originalgeschwindigkeit im 60 Hz Modus ab. Zur Auswahl gibt es den CTR Modus, den 4:3 und eine Pixelgenaue Darstellung.

Bildvergleich SMB3:

Bild 1: NES via Composite Video auf einer Röhre, Bild 2: NES mini im CTR Modus auf dem LCD

Bildvergleich Dr. Mario:

Bild 1: NES via Composite Video auf einer Röhre, Bild 2: NES mini im CTR Modus auf dem LCD

Der CTR Filter ist etwas unschärfer und dunkler als die normale Video Bildausgabe des „alten“ NES auf einem Röhrenfernseher. Die vertikalen Kanten sind sauberer mit weniger störenden sog. „Perlketteneffekten“. Im 4:3 Modus ist das Bild bei Spielen mit horizontalen Scrolling unsauber. Einwandfrei, wenn auch etwas zu scharf, ist die Pixelgenaue Darstellung. Leider verzichtete man auf eine Option, für alle drei verfügbaren Bildoptionen sog. „Scanlines“ manuell einzustellen. Diese sind nur im CTR Modus vorhanden, die aber bei Fernsehern mit einer nativen Auflösung von 1360×768 (z.B. Samsung R8 Serie) leicht ungleichmäßig dargestellt werden.

Bei den Spielen selbst gibt es noch eine minimale Änderung. Die Blitz-Effekte bei Mega Man 2 (nachdem eine Spielstufe ausgewählt oder in den Dr. Wily Stages ein Boss besiegt wurde), der flackernde Game Over Screen bei Zelda 2 oder die schnell wechselnden Bilder bei Kirby`s Adventure (als Crash-Kirby) wurden geändert, abgeschwächt oder wegrationalisiert. Der Grund liegt vermutlich daran, um bei bestimmten Personen Epilepsie-Anfälle zu vermeiden.

Musikausgabe:
Die Tonausgabe ist weniger gut gelungen. Einige Musikstücke werden nicht ganz akkurat abgespielt (z.B. Kid Icarus 1. Level) oder einige Soundeffekte verzögert wiedergegeben (z.B. der Peitschenschlag bei Castlevania oder das Sprunggeräusch bei Super Mario Bros.). Hier hat Nintendo leider geschlampt. Wer die Originalspiele nicht in- und auswendig kennt, wird den Unterschied kaum feststellen.

Fazit:

Für ca. 60 bis 70 Euro ist das NES mini trotz nicht ganz perfekter Emulation und kleineren unnötigen Mängeln (z.B. zu kurzes Kabel bei den Controllern) ein schönes Weihnachtsgeschenk.

Kaufempfehlung: 7/10

Das dümmste was Nintendo jetzt machen kann, ist nicht genügend Geräte auszuliefern. Das NES mini muss spätestens Mitte Dezember beim Obletter, Saturn und Co. in ausreichenden Mengen in den Regalen stehen und nicht erst wieder im Februar, wo das Weihnachtsgeschäft vorbei ist. Und derzeit sieht es leider so aus, dass viele Kunden leer ausgehen werden…

Gameshopping an der Adria (Italien)…

Veröffentlicht: 2. November 2016 in Videogames

…mit Kurzausflug nach Salzburg.

Zwischen Eisdielen, Restaurants, Supermärkten, Leder- und Bademodengeschäfte, Il Gazzettino, Sali e Tabacchi und (seit ein paar Jahren) die Indian Fashion Stores gibt es in den italienischen Touristenorten noch eine beachtliche Anzahl an Spielwarenläden.

Video- und Computerspiele sind in den Geschäften so gut wie fast nicht vorhanden. Das einzige Elektrogeschäft an der Via delle Costellazioni in Bibione (ungefähr gegenüber vom ehemaligen „Sahnigen“) das in den 90er Jahren Videospiele hatte, existiert schon lange nicht mehr.

In den vergangenen Jahren versuchte man es trotzdem immer wieder, Videospiele mit einem saftigen Touristenaufschlag anzubieten.

Telefonladen ca. 2009-2011

Bereits im Jahre 2009 sind mir die Preise negativ aufgefallen. Zwei Vodafone bzw. Telekommunikation Läden hatten Videospiele (größtenteils für die Handhelds) im Angebot gehabt. Schon der Name von der Vitrine bedeutet nichts Gutes. Dort befinden sich Wortwörtlich Ladenhüter (!)

Foto 1-3: Elettroservice im Jahre 2012

Für eine Saison wurde im Elettroservice (rechts neben der Pizzeria Atmosphera) ebenfalls Wii, DS und 3DS Spiele zu Apothekerpreisen angeboten.

Das älteste Spielwarengeschäft in Bibione ist meines Wissens der Berti. Dort gibt es teilweise noch alte Spielsachen aus den 80er Jahren wie z.B. Originalverpackte Masters of the Universe Figuren. Dazu relativ unbekannte LCD Spiele und Spielzeugkonsolen.

Foto 1-4: Berti

In der Premium Vitrine stehen immer noch etliche amerikanische Ghost`n Goblins für den GameBoy Advance oder ein paar normale GameBoy Spiele wie z.B. 4in1 oder Daedalian Opus. Das Super Vision gab es für 299 Euro und ein Master of Illusion (in Deutschland als „Know-how der Zauberkunst“ bekannt) stand für 179,90 Euro in der Vitrine.

Foto 1-3: Telefonladen in Lignano 2015 und 1016

In Lignano Sabbiadoro wird man bei einem Vodafone Laden in der Viale Gorizia fündig. Essential Titel für die PSP zum dreifachen Preis waren ebenso selbstverständlich wie PS3 und 3DS Titel mit ca. 10 bis 15 Euro Aufschlag. PS2 Spiele für 19,90 Euro sind gerade noch akzeptabel wenn man bedenkt, dass die Konsole inzwischen schon zu den Retrosystemen dazugehört. Die Fotos stammen noch vom letzten Jahr. Preislich hat sich aber bis auf einen kleinen Rabattnachlass nichts geändert. Interessanterweise gab es auch hier die Konsolen zum Normalpreis.

Restpostenabverkauf im Spätsommer 2016:

In diesem Jahr gab es eine kleine Sensation. In den drei Geo-Toys Läden im Zentrum (von der Corso del Sole, Viale delle Costellazioni bis zur Viale Aurora) in Bibione gab es Sonderposten für die aktuelle und letzte Konsolengeneration.

Foto 1-4: Geo-Toys Läden in Bibione

Beispiele: New Super Mario Bros. U für 7,90 Euro, Bayonetta 2 für 7,50 Euro, Skylanders und Wario Move jeweils 5 Euro (für die Wii), verschiedene ältere XboxOne und PS4 Titel ab 5 Euro und vieles mehr. Die WiiU Spiele sind in einer sehr großen Menge verfügbar und reichen noch bis ins Jahr 2025 wenn der Switch Nachfolger längst erschienen ist :-D

Einkaufszentren in den Gewerbegebieten:

Außerhalb der Touristenorte werden die Preise wieder realistischer. Bis nach Venedig oder zum Tiare-Shopping Einkaufszentrum in Villesse, wo sich u.a. der Media World (italienischer Media Markt) befindet, hatte ich bei dem schönen Wetter und der Autobahngebühren keine Lust dazu gehabt hinzufahren.

Wie in den letzten Jahren bin ich an einem Vormittag nach Portogruaro in das Gewerbegebiet gefahren, wo sich auch das Einkaufszentum „Centro Commerciale Adriatico2“ mit ca. 80 Geschäften befindet. Außerdem gibt es dort noch eine Tankstelle, MC Donalds, Decathlon, den SME und noch viele andere Geschäfte.

Von der SS14 fährt man nicht wie beschildert nach Portoguardo zur 1. Ausfahrt raus, sondern erst weiter geradeaus zur 3. Ausfahrt raus. Im Kreisverkehr geht es sofort nach rechts, über die Brücke und bei der Bushaltestelle gleich nach rechts Richtung Expert. Zurück ist es etwas einfacher.

Den Expert kann man sich sparen, hier gibt es inzwischen nur noch eine Handvoll Artikel, die irgendwas mit Konsolen zu tun haben. Im Adriatico2 gab es letztes Jahr noch einen An- und Verkauf Indie-Gameshop, der sich aber nicht halten konnte (keine Überraschung für mich bei der Preispolitik).

Im italienischen GameStop sind die Spiele mit relativ unüblichen Preisen ausgezeichnet wie z.B. 50,98 Euro für Super Mario Maker, 40,98 Euro für 3DS Neuerscheinungen oder 70,98 Euro für einige PS4 Titel. Hardware und Zubehör gab es zum Normalpreis. Die Artikelverfügbarkeit in den Stores auf der Internetseite funktionierte wie schon in Deutschland nicht richtig. Song of the Deep für die PS4 war laut Karte in Portogruaro verfügbar. Im Geschäft war nur eine Leerhülle ausgestellt. Als ich es kaufen wollte, wurde ich freundlichst darauf hingewiesen, das Spiel bitte Online zu bestellen. Dankeschön meinerseits und nichts wie raus.

Foto 1 und 2: Carrefour in Portogruaro

Carrefour ist ein Supermarkt. Hier gibt es nicht übermäßig viele Spiele zur Auswahl, aber teilweise sehr gute Angebote. Letztes Jahr gab es z.B. Pikmin 3 für 27,80 Euro, Captain Toad für 23,80 Euro oder Mario Kart 8 für 37,80 Euro d.h. schon ein Jahr vor Markteinführung der günstigen Selects-Reihe.

SME ist so was wie ein Gemischtwarenkaufhaus, nur ohne Lebensmittel und Bekleidung. Das Sortiment beinhaltet Haushaltswaren, Spielwaren, Unterhaltungselektronik, Klimaanlagen, Möbelstücke, Campingartikel, Fahrräder, Gartenwerkzeug, Schreibwaren und natürlich auch Videospiele.

Foto 1 und 2: SME in Portogruaro

Die Preise sind ungefähr die gleichen wie auch in Deutschland, jedoch sind auch schon mal ein paar Unterschiede festzustellen. Kid Icarus Uprising für den 3DS ist relativ günstig zu bekommen und Heroes of Ruin stand dort für 9,90 Euro im Regal. Interessant ist die Tatsache, dass man sich hier auch ein wenig an den Preisen im PSN orientiert. Trackmania Turbo konnte ich glücklicherweise für 19,90 Euro bekommen, als in dieser Woche die Downloadversion im Angebot war.

Foto 1-4: SME in San Donà di Piave

Ein paar Kilometer weiter zum Einkaufszentrum “Centro Piave” in San Donà di Piave ist noch ein weiterer SME Markt. Dort hat mir die Videospielabteilung am besten gefallen. In den Vitrinen werden die Nintendo Artikel sehr schön ausgestellt und auch schon das NES Classic Mini beworben. In beiden SME Märkten gibt es noch viele PS3 und PSP Spiele, oft auch die Erstauflage. Die Restposten werden teilweise relativ billig rausgehauen (z.B. Gradius Collection für 4,90 Euro) oder nur gering reduziert (z.B. Zelda Skyward Sword für 39,90 Euro).

Foto 1 und 2: Ipercoop in San Donà di Piave

Im Ipercoop hangen noch viel ältere PSP und PS3 Spiele im Regal, die auch nicht sonderlich interessant waren und die Preise seit dem Release kaum angepasst wurden. Von dem Wii Sports Resort Bundle (in der alten Auflage mit großen USK Zeichen und Wii MotionPlus Adapter) waren noch mindestens 15 Stück vorhanden und die Verpackungen auch schon sehr schmutzig und verstaubt.

Im GameStop in San Donà di Piave war es leider das gleiche Trauerspiel wie in Portogruaro, auch wenn man Fairerweise dazu sagen muss, das der Laden sehr schön und sauber eingerichtet ist.

Zum Schluß:

Konsolen bzw. Hardware aus der letzten Generation (PS3, PSP, Wii und DS) waren leider nicht mehr zu bekommen. Das Angebot bei SME und Co. sagt natürlich noch lange nichts über den italienischen Videospielemarkt aus. Sobald ich auch mal woanders hinkomme, erfolgt sofort Berichterstattung.

Auf dem Rückweg nach Salzburg:

In Salzburg kenne ich mich leider nicht so gut aus. Vor über 20 Jahren gab es mal einem großen Quelle, wo ich mir zum Releasezeitpunkt ein Mortal Kombat 3 für das SNES gekauft hatte.

Im Europark (kurz vor Grenzübergang Walserberg nähe Messezentrum) ist ein Saturn. Die Preise sind nicht höher als in Deutschland und auch die Auswahl geht in Ordnung. Leider wird auch dort der Schrott von der Softwarepyramide mit USK-Zeichen angeboten.

Am Hauptbahnhof befindet sich das Shopping-Center Forum 1. Videospiele gibt es hier beim GameStop, Libro (wenig Auswahl) und dem Drogeriemarkt Müller. Wer bisher soweit gedacht hat, an einem Wochenende bequem in den Zug einzusteigen und nach dem Christkindlmarktbesuch noch ein paar Pegi Spiele mit 10% Rossmann Gutscheinen beim Müller mitzunehmen, wird absolut enttäuscht sein. Genau genommen gibt es in Österreich das gleiche Angebot (Preise und USK Versionen) wie in Deutschland.