FIFA 20 – Zum Sonderpreis

Alle Jahre wieder veröffentlicht Electronic Arts für die aktuellen Konsolen und PC ein neues Fußballspiel auf dem Markt. Diese Sportspielserie gehört zu den wichtigsten Umsatzstärksten Video- bzw. Computerspielen im Jahr und ist sozusagen ein Selbstläufer, bei dem normalerweise kein großes Marketing nötig ist.

Trotzdem investiert Electronic Arts viel Werbung für den Verkauf. Das Spiel wird auch in einem Bundle mit der PlayStation 4 Konsole (Standard- und Pro Modelle) verkauft, was nicht überraschend ist, denn die PS4 Version hat die mit deutlichen Abstand größten Verkaufszahlen.

Dem Handel freut es, denn er kann für den anstehenden Verkauf beim Hersteller eine große Menge bestellen, ohne das Risiko einzugehen auf unverkaufte Ware sitzen zu bleiben. Ein Verkaufsflop ist mit einem neuen FIFA ebenso fast ausgeschlossen wie bei den bekannten Nintendo Marken wie z.B. Zelda oder Super Mario.

FIFA 20 Verkaufsstart in Deutschland

Eigentlich sollte es ein schönes Verkaufswochenende für den Handel werden, bei dem man ohne großen Aufwand durch den Verkauf der Spiele auch mal etwas daran verdient, hätte da nicht die Media-Saturn-Holding GmbH einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Abgesehen davon, dass der Erscheinungstermin am Freitag den 27.9. nicht eingehalten wurde und die Ware in den Märkten schon am Donnerstag im Verkauf war, wurde die Absatzstärkste PS4 Version Bundesweit für 55 Euro beworben.

MediaMarkt/Saturn kann sich so eine Aktion durch den Hersteller mit einem Werbekostenzuschuss natürlich erlauben. Alle anderen Mitbewerber, die nicht diese Einkaufskonditionen bekommen bzw. ausgehandelt hatten, wird die Möglichkeit genommen, an dem Verkauf mit zu verdienen (vorausgesetzt, man will ebenfalls zum konkurrenzfähigen Preis verkaufen). So ist z.B. die Drogeriemarktkette Müller mit dem Preis von 54,99 Euro nachgezogen, obwohl das Angebot für 59,99 Euro im Werbeflyer (Briefkastenwerbung) für die KW40 längst gedruckt war.

Verzichtet also MediaMarkt/Saturn auf einen ordentlichen Gewinn, ein umsatzstarkes Videospiel mit einer Hersteller UVP von 69,99 Euro bereits am Erscheinungstag für 55 Euro als Werbeangebot „zu verramschen“, wenn es sich in den ersten 2 Wochen genauso gut für 59,99 Euro oder sogar 64,99 Euro verkauft hätte ?
Hier geht es nur darum, mit aller Gewalt so viele Stückzahlen wie möglich schnell durch zu verkaufen, viele Kunden in dem Markt zu bringen – die dann bei der günstigen Gelegenheit hier auch noch etwas anderes kaufen- und Mitbewerber immer weiter zu verdrängen…

Dem Kunden freut es, denn schließlich ist er nicht blöd und kauft dort ein, wo es am billigsten ist. Doch hinter den Kulissen gibt es unter dem Händlern und kleineren Ketten Unmut, denn es ist nicht der erste Titel, der von dem „Großen“ am Erscheinungstag zum „Nulltarif“ verkauft wurde.

Sport ist bekanntlich Mord, doch wer immer wieder ohne Gewinn verkauft, begeht auf längere Zeit einen schleichenden Selbstmord. In diesem Sinne….

Werbeanzeigen

Alles nur ein Versehen…? Ja klar doch !

Ein großer Aufreger am vorletzten Wochenende war eine Wiederveröffentlichung der Klassiker Doom 1, 2 und 3 für die aktuellen Konsolen XboxOne, PS4 und Nintendo Switch als Digitaler Download.

Abgesehen davon, dass Doom 1 & 2 mit zu langsamen Sound ablaufen und die Portierung im allgemeinen nicht gut umgesetzt wurde, benötigt man zum Freischalten der Spiele zwingend einen zusätzlichen Account bei Bethesda.net (die momentanen Rechteinhaber der Doom Spiele). Zudem wurde u.a. die Abwärtskompatibilität der älteren Xbox360 Spiele entfernt.

Das führte zu einer gewaltigen Kritik. Bethesda Softworks hat nach dem Shitstorm in Internet die Notbremse gezogen und will in naher Zukunft einen Patch nachreichen, mit dem die alten Klassiker ohne DRM spielbar sind. Die Xbox360 Versionen sind inzwischen wieder auf der XboxOne kompatibel.

DRM bei 20+ Jahre alten Retrospielen und das auch noch bei mobilen Konsolen ?

Mit dem Plug&Play Vorteilen einer Spielekonsole hat so etwas nichts mehr zu tun. Den digitalen Einkauf tätigt man z.B. im eShop von Nintendo, die auch das Geld dafür kassieren. Da sollte es -weil Konsolen (im Gegensatz zum PC) geschlossene Systeme sind- doch von normalen Menschenverstand aus so geregelt sein, dass die normale Registrierung im eShop ausreicht. Alles andere kann Nintendo (oder bzw. auch Sony und Microsoft) mit Bethesda untereinander ausmachen.

Das Kleingedruckte…

Auf der Internetseite von Nintendo of America steht Kleingedruckt geschrieben, dass ein Bethesda.net Account benötigt wird. Der Hinweis ist allerdings sehr klein geschrieben, das es der normale Durchschnittskunde, der mit so etwas eher unbedarft ist, den Hinweis leicht übersehen kann. Meiner Meinung hätte diese Information deutlicher und mindestens in normaler Schriftgröße stehen müssen.

Schöne neue Digitale Welt, bei dem man nur noch den Kopf schütteln kann welche Nadelstreifen-Nieten hier wieder Vorarbeit geleistet haben und ob es überhaupt keine Qualitätskontrolle mehr für Spiele Software gibt.

Mir ist schleierhaft, wie Bethesda im nachhinein behaupten kann, alles wäre nur ein Versehen gewesen und die Registrierung sollte und soll nur optional für Mitglieder des „Slayer-Clubs“ gedacht sein…

Darius Cozmic Collection Special Edition (Nintendo Switch)

Seit Markteinführung der Nintendo Switch wurden bisher ca. 7,7 Millionen Geräte in Japan verkauft. Die PlayStation 4 schaffte es innerhalb von 5 Jahren auf ca. 8 Millionen Geräte (Standard- und Pro Modelle). Nintendo hat also nach nur 2 Jahren die PlayStation 4 bei den Verkaufszahlen (für den japanischen Markt) fast überholt.

Bei der Auswahl der Spiele sieht es hingegen anders aus. Die Dritthersteller haben den Erfolg der Hybrid-Konsole komplett verschlafen und bringen bisher fast nur Umsetzungen und kleine Indie Titel raus. Spätestens ab Herbst ist die Durststrecke vorbei. Bis dahin müssen wir uns noch mit dem zufrieden geben, was in naher Zukunft erscheint.

Für Shoot`em Up Fans ist die Nintendo Switch nämlich bereits jetzt schon interessant. Die japanischen Entwickler haben sich längst von der Xbox One verabschiedet. So hat sich das Blatt von Microsoft wieder in die Richtung zu Sony und Nintendo gewendet.

Inzwischen erschien bereits auf physikalischer Karte Psyvariar Delta oder die Psikyo Collection Vol. 1 & 2. Als Download im eShop ist z.B. Ikaruga erhältlich, das von der Möglichkeit im Tate Modus – die Konsole vertikal aufzustellen – profitiert.

Exklusive Neuerscheinungen für das aktuelle Nintendo System gibt es zwar auch im Shoot`em Up Genre noch nicht, allerdings ist seit dem 28. Februar zumindest eine Darius Collection als Japan Import erhältlich.

Ähnlich wie bei Fire Emblem Fates (für den 3DS) ist die Darius Cozmic Collection als Standard und Special Edition erhältlich, bei dem sich die physikalischen Karten unterscheidet. Während die Standard Edition nur mit 4 Spielen ausgestattet ist, sind auf der Special Edition satte 9 Teile (in insgesamt 13 verschiedenen Versionen) drauf:

Darius (Arcade)
Darius II (Arade)
Sagaia (Arcade) entspr. Darius 2 Overseas Version
Darius Gaiden (Arcade)
Darius Twin (Super Famicom) – Nur auf der Special Edition
Darius Force (Super Famicom) – Nur auf der Special Edition
Sagaia (Sega Master System) – Nur auf der Special Edition
Darius II (Mega Drive) – Nur auf der Special Edition
Darius Alpha (PC Engine) – Nur auf der Special Edition

Wer das Glück gehabt hatte, bekam noch über Amazon.jp einen Downloadcode für die GameBoy Version von Sagaia, der aber nur im japanischen eShop Account eingelöst werden kann.

In der Special Edition Box befindet sich außerdem noch eine Darius Soundtrack CD „The Omnibus II“, das Darius Odyssey Book und ein paar Acrylic Marquees in der Miniaturausführung. Eine rundum gelungene Collectors Box für Shoot`em Up Fans.

Leider ist die Darius Cozmic Collection bisher nicht als Download im eShop geplant. Die Special Edition (mit allen 9 Darius Teilen) ist neben der Bayonetta 2 „Non-Stop Climax Edition“ das bisher teuerste Nintendo Switch Spiel in Japan. Aufgrund der Tatsache, das bis kurz vor dem Release nicht bekannt war, ob für die zusätzlichen Spiele nur ein Downloadcode dabei ist, hatte der ein oder andere interessierte Käufer nicht vorbestellt. Inzwischen ist die o.g. Special Edition komplett vergriffen und über das Internet nur noch mit einem saftigen Aufpreis zu bekommen. Bisher sind auch noch nicht genügend Second Hand Exemplare in Japan im Umlauf, so das man die Preisentwicklung erst in wenigen Wochen abschätzen kann.

Fazit:
M2 liefert die gewohnt hohe Qualität ab. An den Umsetzungen gibt es nichts zu beanstanden, nur das man sich gewünscht hätte den Rand komplett abschalten zu können. So muss man das Spiel selbst auf 16:9 strecken und den Fernseher dann auf 4:3 einstellen, um das richtige Seitenverhältnis zu bekommen wenn man die Spiele ohne Wallpaper auf dem Bildschirm dargestellt haben möchte.

Warum müssen die Darius Teile immer zu Apothekerpreisen verkauft werden ? 200 bis 230 Euro für den Import (inklusive Zoll und Shipping) ist ein gewaltiger Betrag, bei dem selbst ein Sammler erstmal schlucken muss. Ich habe mir wirklich überlegt, wie hoch man mit einer neutralen Bewertung gehen sollte. Einerseits kostet die Special Edition als Hersteller UVP schon ca. 20 000 Yen und bietet auch wirklich gute bis sehr gute Spiele, andererseits haben klassische Retro Sammlungen von z.B. Sega oder Capcom ein deutlich besseres Preis/Leistungsverhältnis.

Bewertung: 7/10

Resident Evil 2 (PS4)

Resident Evil 2 erschien erstmals im Januar 1998 für die PlayStation. Capcom konnte in den ersten 3 Tagen 380.000 Exemplare in Amerika verkaufen. Im Vergleich zum japanischen Biohazard war dieses mal die westliche Version ungeschnitten. Auch der für die japanische Version geplante George A. Romero Trailer wurde gestrichen. Die beiden Werbespots liefen ausschließlich im Fernsehen.

Das Sequel war in der Entwicklung bereits weit fortgeschritten, als sich Capcom entschlossen hatte, das Spiel nochmals komplett zu überarbeiten. Die ursprüngliche Beta-Version (als Resident Evil 1.5 bekannt) tauchte nach vielen Jahren als ISO im Internet auf.

Resident Evil 2 Remake 2019

Nach fast 20 Jahren entschloss sich Capcom, auf Wunsch der Fans, das Original zu überarbeiten. Der geplante Erscheinungstermin am 25. Januar wurde von den Händlern um einen Tag vorgezogen.

Capcom nutzte für das Spiel die gleiche Grafik-Engine wie auch schon bei Resident Evil 7. Die Grafik wurde aber noch deutlich verbessert und dem neuesten HDR Standard angepasst.

Das Spielprinzip und der Levelaufbau ist mit Resident Evil 7 vergleichbar. Die Rätselelemente wurden noch weiter ausgebaut und sind teilweise wirklich knackig zu lösen. Die Zahlencodes für die Tresore und Vorhängeschlösser sind sehr gut getarnt.

Neben Zusatzwaffen findet man auch Kombinationsteile für Items, um ein bestimmtes Rätsel lösen zu können. Auch ist es somit möglich, eine schwache Knarre aufzurüsten. Elektroschocker oder Flammenwerfer nehmen sogar zwei Plätze für die maximal tragbaren Items weg. Deshalb ist es ratsam, möglichst alle Rucksäcke mitzunehmen um das Inventar für die Items zu erweitern.

Im späteren Spielverlauf wird man ununterbrochen von Mr. X verfolgt, der nur vorübergehend außer Gefecht gesetzt werden kann.

Die Spielzeit im ersten Durchlauf ist relativ gering, weil nämlich die Story noch nicht komplett abgeschlossen ist. Es erfordert einen zweiten Durchgang (2nd Scenario) mit dem anderen Charakter, bei dem der Aufbau des Spieles sich von der Betrachtungsweise des anderen Helden auch unterscheidet. Erst dann trifft man auf dem Finalen Endgegner und bekommt den kompletten Abspann zu sehen. Das ist ein großartiges Feature von Resident Evil 2, wo man die Geschichte von beiden Charakteren erleben kann.

Seit kurzen sind kostenlose DLCs erhältlich, damit Resident Evil 2 auch nach zweimaligen durchspielen noch interessant bleibt.

Fazit:
Die Verkaufszahlen sind bisher nicht ganz so gut ausgefallen wie es Capcom sich eigentlich erhofft hatte. Das soll sich meiner Meinung nach durch den verspäteten Test ändern. Resident Evil 2 ist nicht nur ein Remake, sondern ein komplett neues Spiel. Capcom hat den Titel überarbeitet, um es auch für Kenner des Originals von 1998 interessant zu machen. Die z.T. zu großen Veränderungen mag vielleicht manch einen nicht ganz gefallen, aber es kommen immer wieder Spielabschnitte vor, wo man sich noch erinnert „Aha, das kenne ich auch noch“. Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie z.B. der nicht so gute Soundtrack übertrifft Resident Evil 2 sowohl optisch als auch spielerisch das vor 2 Jahren erschienende Resident Evil 7.

Bewertung: 9/10

Preissenkung der PS4 / PS4 Pro zur TGS 2018 ?

Ein Spaziergang durch die Elektrofachmärkte- und Discounter zeigte in den letzten Wochen oft das gleiche Erscheinungsbild: Es sind kaum PlayStation 4 Konsolen vorrätig. In einigen Geschäften gab es zeitweise sogar keine Geräte mehr zu kaufen.

In den Sommermonaten ist es üblich, das die Händler die Lagerbestände bei Spielekonsolen kleiner halten. Die Liefermengen seitens der Hersteller müssen deshalb immer sehr lange vorher geplant werden, damit ab Herbst (oder zeitnah bei einem Release eines Systemsellers) wieder ausreichend Geräte in den Handel kommen. Die Menge der ausgelieferten PS4 & PS4 Pro Spider-Man Bundles vor einer Woche war allerdings nicht übermäßig viel…

Das lässt doch sehr viel Spielraum für Spekulationen. Warum sollte man zur beginnenden Saison kaum Hardware ausliefern ?

Alle Anzeichen deuten auf eine offizielle Preissenkung zur Tokyo Game Show 2018 hin, die in weniger als einer Woche stattfinden wird. Branchenintern spricht eigentlich alles dafür.

Die PS4 ist jetzt knapp 5 Jahre auf dem Markt und (bis auf zeitlich begrenzte Aktionen oder bestimmte Angebote bei Bundles) schon länger im Verkaufspreis unverändert. Seit kurzen ist aber ein überarbeitetes Modell, die CUH-2216 auf dem Markt. Das lässt vermuten, das die Herstellungskosten der Konsole gesenkt werden konnten, der niedrigere Herstellungspreis wurde allerdings noch nicht an den Endkunden weitergegeben.

Die knappe Auslieferungsmenge an Geräten könnte also bewusst von Sony gesteuert worden sein, um später einen größeren LWA (Lagerwertausgleich) zu vermeiden.

Eine andere Möglichkeit wären auch komplett neue Modelle mit einer größeren Festplatte.
Die Preise für mechanische Platten sind in den letzten Jahren enorm gesunken. Auch eine SSD kostet inzwischen halb soviel wie noch vor 4 Jahren (z. Zt. 1TB ca. 190 Euro).
Das „normale“ 500 GB Modell wird dann wahrscheinlich demnächst vom Markt verschwinden und durch eine 1TB Variante ersetzt werden. Auch die PS4 „Pro“ könnte dann zukünftig mit einer 2TB Festplatte ausgeliefert werden (und nicht einmalig bei der 500Mio Limited Edition). Vorausgesetzt, ich liege mit meiner Einschätzung richtig…

Update 3.11.2018:

Inzwischen wurde der Preis der PS4 Pro in Japan von 44980 Yen auf 39980 Yen gesenkt. Außerdem ist seit dem 26. Oktober das neue PS4 Pro Modell CUH-7216 erhältlich, dass momentan nur in Verbindung mit Red Dead Redemption 2 im Handel für 290 bis 440 Euro verkauft wird. Eine Preissenkung für den Europäischen Markt steht noch offen.

Update 25.11.2018:

Am Black Friday war die PS4 Pro inkl. Spiderman für 349 Euro im Angebot. Am darauffolgenden Tag wurde das Gerät für 349 Euro bei z.B. Amazon oder Müller gelistet. Vorraussichtlich ist das jetzt der neue UVP (50 Euro Preissenkung von 399 Euro auf 349 Euro). Man kann aber davon ausgehen, dass im Dezember nochmals eine Rabattaktion geben wird.