Qualitätsprobleme bei Sony Fernsehern ?

Es ist nicht der erste Fernseher, der mir kaputtgegangen ist. Auch nicht das erste technische Gerät, das irgendwann nicht mehr funktionierte. Deshalb gibt es normalerweise keinen Grund sich an einen Abend vor dem PC hinzusetzen und darüber ein paar Zeilen zu schreiben, wenn man die knappe Freizeit auch anderweitig sinnvoller nutzen kann.

Ein Fernseher hat gelegentlich auch mal das Recht kaputt zu gehen, wie tagtäglich kaputte Flachbildschirme gegen Neu gekaufte ersetzt werden. Trotzdem ist es sehr ärgerlich…

Mit meinen ersten Flachbildfernseher (Samsung R8) war ich relativ zufrieden, Doch 32 Zoll reichten nicht mehr aus. Ein Upgrade musste her. Da kam ein Umzug gerade zum richtigen Zeitpunkt als zusätzliches Argument für den Kauf eines neuen TVs. Der KDL-50W685A von Sony, ein Sondermodell das bei der IFA 2013 vorgestellt wurde, bot ein passives 3D VA-Panel und einen sehr niedrigen Inputlag.

Im Mai ging der Fernseher nach ca. 4 ½ Jahren kaputt. Das Bild zeigte nur noch Streifen an. Pech für mich als Käufer, denn eine Garantieverlängerung hatte ich beim Kauf nicht abgeschlossen. Wozu auch, denn bisher funktionierten alle Flachbildfernseher von Sony im Familien- und Bekanntenkreis schon seit über 5 Jahren problemlos.

Fehlersuche

Als gelernter Elektroniker schaut man sich so ein Gerät zuerst selber an, denn es könnten ja nur ein paar Kondensatoren defekt sein, die schnell ausgetauscht sind.

Leider sind einige Leitungen im COF durchgebrannt (COF = Folienkabel mit integriertem Chip das zwischen der LCD Scheibe und einer Platine verbunden ist). Ein Zufall ? Keineswegs, denn durch Internetrecherchen bin ich nicht der einzige Käufer dieses Modells, das nach 3-4 Jahren den gleichen Fehler aufweist. Bei den aktuellen Angeboten z.B. in den eBay-Kleinanzeigen wird etwa die hälfte der angebotenen W685A-Modelle als defekt verkauft. Das ist für ein Gerät, wo ich von einem japanischen Markenhersteller gute Qualität gewohnt bin schon ungewöhnlich viel.

Ursache ?

Über die Ursache der Ausfälle möchte ich keine Falschinformationen über das Internet verbreiten. Einen Verdacht habe ich allerdings. Da mir aber das Datenblatt zu dem defekten Bauteil nicht bekannt ist und mich auf dem Gebiet der LCD Panels zu wenig auskenne, kann man vorerst nur spekulieren.

Fakt ist allerdings, dass wohl alle TVs dieses Modells früher oder später kaputtgehen können. Das verbaute Panel ist von der Firma AU Optronics, bei dem das Tcon-Board direkt mit dem Panel als eine „Einheit“ verbunden ist. Das Tcon Board kostet etwa 10 Dollar, ist auf dem Panelgehäuse aufgeklebt (anstatt festgeschraubt) und somit ziemlich billig hergestellt.

Eigenreparatur ?

Das Ersatzteil ist für wenige Dollar bei Aliexpress erhältlich, aber ein Austausch ist mit meinem Equipment fast unmöglich. Die Folienkabel werden nämlich mit einem Klebe-Bondverfahren auf die LCD Scheibe montiert. Für die Reparatur benötigt man eine teure Maschine. So ist der Fernseher zum jetzigen Zeitpunkt nicht reparierbar und falls ich keine Firma gefunden habe die diese Reparaturen anbietet bzw. selbst keine Möglichkeit zur Eigenreparatur sehe, kann man ein ansonsten technisch einwandfreies Gerät nur noch entsorgen.

Wegwerfgesellschaft

In kaum einem anderen Land werden täglich so viele Elektrogeräte weggeworfen wie in Deutschland. Gute Fachkräfte und Reparaturwerkstätten bzw. Dienstleister sind die Ausnahme geworden. Das Fachwissen wird nur unzureichend an die junge Generation weitergegeben und in der Industrie der Facharbeiter schon längst zum Deppen gemacht.

In der aktuellen kostenlosen Wochenzeitung gibt es von jedem Elektrodiscounter Werbung für neue, viel billigere und angeblich noch viel bessere Fernseher. Warum also bei den Niedrigpreisen noch reparieren ? Das lohnt sich doch nicht mehr, so wird einem das vom Verkäufer gesagt und wenn man als Kunde auch nach 2 Minuten noch eine Reparatur wünscht und an einen Neugerät keine Interesse hat, sind auf einmal dringend Lagertätigkeiten (anstatt Kundenberatung) zu erledigen.

Was aber oft verschwiegen wird: Eine Reparatur von guten Geräten lohnt sich immer.
Plasma- oder LCD Fernseher mit 3D Funktion bspw. sind nicht mehr in Handel erhältlich und somit ist eine Reparatur eine gute Alternative zum Gebrauchtkauf.

Geplante Obsoleszenz oder Qualitätsmängel ?

Wie gut ein Gerät ist, weiß man als Käufer erst wenn die Garantiezeit abgelaufen ist. Durch die jährlich auf dem Markt kommenden Modelle ist man unausweichlich ein Beta-Tester und jeder Kauf eines Fernsehers ist ein russisches Roulette geworden. Eine verbesserte, zweite oder dritte Baureihe gibt es bei Flachbildfernsehern in der Regel nicht, da das Modell schon kurz nach der Markteinführung wieder abgekündigt wird.

Was kann man als Endverbraucher dann noch kaufen ? Also einen guten Fernseher wo man sich darauf verlassen kann, dass er 7-10 Jahre durchhält. Vielleicht noch Panasonic ? Metz und Löwe sind für Kunden die das Gerät auch als Monitor für Spiele nutzen eher uninteressant.

Bei Sony habe ich den Eindruck, dass es sich anstatt einer geplanten Obsoleszenz hier um ein Qualitätsproblem vom Panel-Zulieferer handelt. Trotzdem ist das Vertrauen in diese Produktreihe vorerst verloren, was vor allem an den schlechten Kundensupport, der Hotline und der arroganten Einstellung eines Verkaufspromoters im Media Markt liegt.

Frage an die Leser meines Blogs: Wer besitzt auch das gleiche oder ähnliche W-Modell von Sony ? Kann man mir vielleicht die Information weitergeben, ob der Fernseher noch funktioniert oder auch defekt ist ?

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Captain N – Der Game Master (DVD)

Captain N – Der Game Master ist eine amerikanische TV Zeichentrickserie, die in Deutschland erstmals auf RTL im Februar 1991 ausgestrahlt wurde.

Von der Zielgruppe nahezu unbemerkt, veröffentlichte das Studio Hamburg Enterprise (Pidax Film) bereits letztes Jahr am 10. November die erste Staffel mit 13 Folgen auf DVD. Die zweite Staffel mit weiteren 13 Folgen kam im Januar dieses Jahres auf dem Markt.

Zeitgleich wurde die hierzulande eher unbekannte dritte Staffel (die erstmals im September 2010 im deutschen Pay-TV gesendet wurde) sowie die 13 Episoden von „Super Mario World“ veröffentlicht. Die Qualität und der Humor kommt nicht mal annähernd an die ersten beiden Captain-N Staffeln heran, so dass dieses DVD Set nur noch für Sammler zu empfehlen ist.

In Amerika erschien bereits 2007 ein komplettes Boxset mit allen 26 Episoden der ersten beiden Staffeln auf 4 DVDs. Die 27. Episode „When Mother Brain Rules“ ist nur ein Zusammenschnitt vergangener Episoden, die ausschließlich im amerikanischen Fernsehen gezeigt wurde und auf keiner DVD vorhanden ist. Das amerikanische Boxset ist schon längst nicht mehr im Handel erhältlich und hat inzwischen einen Sammlerwert von etwa 100 US Dollar.

Bild oben Menü deutsche DVD, Bild unten Menü US DVD

Hierzulande werden die ersten 26 Episoden auf zwei Boxsets (mit jeweils zwei DVDs) verteilt. Auf den deutschen Pal DVDs ist sowohl die deutsche als auch die englische Synchronisation vorhanden. Allerdings hat sich Pidax nicht soviel Mühe gegeben wie Shout! Factory. Die Bildqualität ist nicht so gut wie bei den NTSC DVDs und Fans müssen ohne den hübschen Retro Menü und den Bonus Features auskommen. Dafür sind die DVDs derzeit noch bezahlbar. Der Preis pro Set beträgt ca. 18 bis 20 Euro.

Bildqualität:

Aufgrund des Alters des noch vorhandenen Video Mastermaterial ist die Bildqualität natürlich nicht so gut wie vergleichbare DVDs von einem größeren Studio, wo der chemische Film abgetastet wurde. Leider haben viele Episoden der Pal DVD unschöne Dot-Crawl Effekte im Bild, wie man es z.B. von einer Wandlung ohne Kammfilter kennt. Davon ist die Ntsc Version nicht betroffen. Warum man nicht das bereits vorhandene Ntsc Material professionell auf Pal umgesetzt hat und die deutsche Tonspur dann manuell drauflegt ist mir ein Rätsel.

Bildvergleich:

Bild oben NTSC Version, Bild unten PAL Version

Fazit:
Wer über die Mängel hinwegsehen kann und in den 90er Jahren an der Captain-N Zeichentrickserie gefallen hatte, sollte sich die ersten beiden Staffeln unbedingt kaufen. Die dritte Staffel mit Super Mario World ist eher nur zum komplettieren gedacht.

Unclaimed – Item Returned To Sender

Internetbestellungen aus dem Ausland können manchmal ganz schön aufregend sein. Laufzeiten von 4 Tagen (Express) bis 6 Wochen (Seeweg) sind normal. Oft liegen die Sendungen dann länger im Inland (zwischen IPZ Frankfurt und Aschheim) als die eigentliche Laufzeit beim überqueren des großen Teichs.

Richtig ärgerlich ist es erst dann, wenn eine Sendung von Amerika bis zur Zieladresse nur 2 Wochen unterwegs ist und dann völlig überraschend und ohne Ankündigung zurückgeschickt wird. Grund: Die Sendung konnte nicht zugestellt werden.

Ein Nachforschungsauftrag beim Kundenservice International der Deutschen Post konnte auch nicht weiterhelfen. Als dann nach 6 Wochen die Sendung endlich den Absender wieder erreicht hat, war ich über den Rücksendegrund schon sehr erstaunt: Die Sendung wurde in der Postfiliale nicht abgeholt.

Ich hatte keine Benachrichtigung erhalten und auch in der Sendungsverfolgung war nicht ersichtlich, dass die Sendung bei der Postfiliale zur Abholung eingeliefert wurde. Auch die Zusteller konnten sich nicht an den Brief erinnern.

Auf Anfrage, wer jetzt für den Schaden aufkommt (das Porto von Amerika nach Deutschland müsste nochmals bezahlt werden) wurde ich nur abgewimmelt. Weder in der Postfiliale im Elektrofachmarkt war man bereit mir weiterzuhelfen, noch beim telefonischen Kundenservice der Deutschen Post kam man mir entgegen. Eine Haftung gibt es nämlich nur bei Beschädigung oder Verlust. Das Porto müsste also nochmals aus eigener Tasche bezahlt werden, obwohl der Fehler eindeutig an der Deutschen Post bzw. in der regionalen Zustellung lag. Auf weitere Diskussionen wurde nicht darauf eingegangen sondern das Telefongespräch einfach abgebrochen.

Das der Brief mich erst nach 4 ½ Monaten endgültig erreicht hatte lag daran, das die Sendung auf meinen Wunsch eigentlich an eine US-Adresse zugesendet werden sollte (der Empfänger hätte sie für mich bei seiner Einreise nach Deutschland mitgenommen), was aus irgendwelchen Gründen in der Vorweihnachtszeit übersehen wurde. Glücklicherweise wurde dann doch das Porto für die wiederholte Zusendung vom Verkäufer aus Kulanz übernommen.

Einzelfall ?

Der Fall ist nur ein Beispiel von vielen Ärgernissen mit der Deutschen Post AG. Man könnte natürlich annehmen, dass die Benachrichtigungskarte vielleicht versehentlich mit einer Werbung im Altpapier gelandet ist, aber der Status in der Sendungsverfolgung sagte etwas anderes. In der Nachbarschaft ist übrigens mit einer Inlandssendung das gleiche passiert. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass es kein einmaliger Fehler war, sondern schlicht und einfach eine Schlamperei. Die Post wird nämlich auch immer wieder mal falsch zugestellt.

Schließung von Postfilialen

Letztes Jahr erreichte die Stadt Waldkraiburg eine Hiobsbotschaft: Das Postbank-Finanzcenter am Berliner Platz schließt überraschend und damit auch die Postfiliale.

Im Gegensatz zu den Pressemeldungen bietet die neue Postfiliale im Elektrofachmarkt vielleicht schon die gleichen Dienstleistungen an, wie ursprünglich versprochen wurde, aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Es gibt keinen Briefmarkenautomaten, der praktische Autobriefkasten wurde abmontiert, die Parkplatzverfügbarkeit ist schlechter (viele Kunden nutzen noch die Parkplätze auf dem alten Gelände), der Kontoauszugsdrucker bzw. das Serviceterminal für Überweisungen steht ungünstig das jeder Einsicht hat und generell ist der Platz in der neuen Postfiliale viel zu eng.

Der größte Kritikpunkt ist die nicht vorhandene Diskretion. Man bekommt in der Warteschlange alles mit z.B. welchen Betrag ein Kunde am Schalter abheben will. Vom Brief und Bankgeheimnis keine Spur. Diese Umstände sind Inakzeptabel und sollten schnellstmöglich beseitigt werden.

Dass die Postbank dem Elektrofachmarkt einen Geldautomaten verweigert hat, überrascht mich nicht. Einen Geldautomaten aufzustellen macht für eine Bank wirtschaftlich nur Sinn, wenn er 24 Stunden am Tag zugänglich ist oder an einem Ort, wo eine hohe Kundenfrequenz vorhanden ist, wie z.B. im Kaufland.

Schließfächer und Postbank Serviceterminal nicht mehr 24/7

Wozu also Geld in einen Umbau des Geschäftes investieren, damit die Voraussetzungen erfüllt werden können ? Natürlich geht es hier mal wieder um das liebe Geld und nicht im Interesse der Bürger für eine zeitgemäße Grundversorgung, die man für die zweitgrößte Stadt in Südostbayern mit 23 000 Einwohnern eigentlich erwartet.

Das Interesse dürfte auch von der Stadt aus nicht sehr groß sein, zukünftig etwas zu ändern, obwohl die Möglichkeiten durchaus gegeben sind. Die seit kurzen hier untergebrachten Schließfächer sind nämlich auch nur noch im vorgegebenen Zeitfenster begrenzt zugänglich. Das ist nicht gut für viele Firmen und Berufstätige…