PlayStation 4 Neuerscheinungen im 1.Q 2018

Dieses Jahr werden einige sehr vielversprechende Spiele für die PS4 veröffentlicht. In diesem Monat erscheint God of War, im Mai Detroit: Become Human und Ende Oktober Red Dead Redemption II. Um die Wartezeit auf den einen oder anderen Titel zu verkürzen, gibt es noch zwei weitere empfehlenswerte Spiele, die vor kurzem in den Handel kamen.

Shadow of the Colossus

Neuauflagen von älteren Spielen gibt es für die PS4 inzwischen wie Sand am Meer. Oft halten sich die Verbesserungen in Grenzen, so dass sich ein Neukauf oft nicht rentiert, wenn man das Original schon kennt. Bei Shadow of the Colossus handelt es sich um eine 1:1 Umsetzung der ursprünglichen Fassung, die im Jahre 2006 für die PS2 erschienen ist, jedoch mit deutlich verbesserter Grafik und 4K Unterstützung.

Eine HD Version ist bereits vor ein paar Jahren für die PS3 erschienen. Außer einer höheren Auflösung, damit mehr Details von den Texturen zu erkennen sind, hat sich nichts geändert. Wer damals das Original auf der PS2 gespielt hatte und schon die Möglichkeit nutzen konnte, das Spiel über ein Komponentenkabel im Vollbildverfahren auf dem Fernseher darzustellen, wird festgestellt haben wie gut die Grafik bereits ausgesehen hat.

Die Geschichte von Shadow of the Colossus beginnt mit einer Legende, die von einen Verbotenen Land erzählt, das hier eine Macht existiert, die Seelen von den Toten zurückholen kann. Doch das betreten dieses Landes ist streng verboten…

Der Held des Spieles ist mit Pfeil und Bogen sowie einen besonderen Schwert ausgerüstet. In dem verlassenen Gebiet sind 16 Kolosse versteckt, die besiegt werden müssen damit die abgebildeten Gegenstücke im Tempel zerstört werden.

Hält man das Schwert in der richtigen Position im Himmel, dann bildet sich das Licht zu einem gebündelten Strahl, der die Richtung der teilweise sehr gut versteckten Kolosse anzeigt. Weil die Entfernungen zu den Ruinen oder Landschaften sehr weit sind, ist das Pferd Agro fast unverzichtbar.

Jeder Koloss hat unterschiedliche Schwachpunkte die vom Spieler herausgefunden werden müssen. Der Lichtstrahl des Schwertes zeigt nämlich nur auf die verwundbaren Stellen des Kolosses. Im Kampf bekommt man aber gelegentlich einen kleinen Tipp, welche Taktik man anwenden kann um zu der verwundbaren Stelle des Kolosses zu kommen. So muss man z.B. einen Koloss lange Zeit ärgern, damit er an Felsmauern schlägt und die dadurch herabfallende Steine seinen Panzer beschädigen. Erst dann ist der verwundbare Punkt zugänglich. Ein anderer Koloss fürchtet die brennende Fackel und muss zuerst aus dem Tempel herausgejagt werden.

Auf ein stärkeres Schwert oder Zusatzwaffen wird komplett darauf verzichtet. Den meisten Schaden richtet man an, wenn man an den verwundbaren Punkt lange genug den Button für das Schwert gedrückt hält und dann rechtzeitig loslässt. Neben der Energieanzeige gibt es eine Ausdaueranzeige, wie lange man sich am einen Koloss festhalten kann. Deshalb sollte man immer genau aufpassen und jede Möglichkeit im Kampf nutzen, sich kurzzeitig loszulassen damit die Ausdauerenergie wieder regeneriert werden kann.

Wer sich hier schwer tut, sollte in der Landschaft nach Früchten an den Bäumen und Eidechsen Ausschau halten. Hier kann die Lebens- und Ausdauer Energieanzeigen erweitert werden.

Fazit:
Leider besitze ich noch kein Pro-Modell um das Spiel in der bestmöglichsten Grafik spielen zu können. Aber auch ohne einen 4K Fernseher sieht Shadow of the Colossus auf einer „normalen“ PS4 sehr gut aus. Fumito Ueda hat ein besonderes Kunstwerk abgeliefert, bei dem es bis heute kein vergleichbares Spiel dieser Art gibt.

Bewertung: 10/10

Life is Strange – Before the Storm

Life is Strange von den französischen Entwicklern Dontnod Entertainment war ein Ausnahmespiel und bekam vor zwei Jahren eine Bestbewertung. Seit dem 9. März ist „Before the Storm“ mit allen Episoden endlich als physikalische Version im Handel erhältlich. Wie schon damals gibt es das Spiel zunächst nur als Limited Edition, die wahrscheinlich später durch eine normale Variante ersetzt wird.

Die Geschichte von „Before the Storm“ wird noch vor dem ersten fünf „Life is Strange“ Episoden erzählt. Chloe Price trifft an einem Abend auf einen Punkkonzert die Mitschülerin Rachel Amber und sind seitdem gute Freundinnen.

Das Hauptfeature in diesem Spiel ist ein sog. Dialogsystem. Die aufeinanderfolgenden Textpassagen müssen jeweils richtig beantwortet werden, um z.B. bei einem Türsteher vorbeizukommen. Weiterhin kann man wie im Vorgänger eigene Entscheidungen treffen. Ansonsten kann die Geschichte nicht groß beeinflusst werden und auch die Rätsel sind keine richtige Herausforderung. Das Spiel ist also eher zu vergleichen mit einer Erzählung. In den 3 Haupt-Episoden wird daher kaum auf die Geschichte mit Max und Chloe eingegangen.

Trotzdem ist es den Entwicklern von Deck Nine gelungen, ein weiteres Emotionales Adventure herauszubringen. Wer an den ersten fünf Originalepisoden gefallen hatte, sollte sich „Before the Storm“ nicht entgehen lassen.

Fazit:
Jetzt wird es kritisch: Hatte ich vor zwei Jahren „Life is Strange“ noch mit voller Punktzahl bewertet und die physikalische Handelversion gelobt, müsste die Bewertung für das Prequel annähernd ähnlich sein. Doch genau hier liegt das Problem auf der Hand: Before the Storm ist mit den 3 Hauptepisoden deutlich kürzer als sein Vorgänger. Ärgerlich ist auch die nicht ganz gut durchdachte Handelsversion, welche in Europa derzeit ausschließlich als zu teure Limited Edition erhältlich ist. Eine etwas längere Wartezeit, die Bonus-Episode „Lebewohl“ zusätzlich auf die Disc mit draufzupacken anstatt einen Downloadcode beizulegen, wäre im Nachhinein die bessere Entscheidung gewesen. Aber aus Marketinggründen musste die Handelsversion unbedingt gleichnah mit dem Erscheinen der Bonus-Episode veröffentlicht werden.

Mit diesem Spiel macht man keinen Fehlkauf, doch ich empfehle etwas zu warten bis der Preis runtergeht, denn 39,99 Euro für den gebotenen Spielumfang ist etwas zuviel.

Bewertung: 7/10

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