Catherine (PS3, us)

Veröffentlicht: 31. August 2011 in Videogames

In Japan wurde bereits die doppelte Menge der erwarteten Verkaufszahlen abgesetzt und auch in Amerika konnte das Spiel durch geschicktes Marketing bisher über 200.0000 mal verkauft werden. Inzwischen ist sogar eine Europäische Version für Ende des Jahres angekündigt.

Waren über längere Zeit in den Trailern nur Zwischensequenzen von dem Spiel zu sehen wo man nicht wusste um was es da genau geht, ist seit Anfang des Jahres mit der spielbaren (japanischen) Demo das Spielprinzip bekannt.

Catherine ist abwechseln in zwei Genres unterteilt: Social Simulation und Puzzle Mode. Der Wechsel zwischen Tag und Alptraum ist vergleichbar wie bei den Silent Hill Spielen.

Die Story handelt um einen 32 Jährigen erwachsenen Burschen, der an einen Abend den größten Fehler seines Lebens macht: Er geht mit einer anderen Fremd. Damit das nicht auffliegt versucht er sich im Social Simulation Mode immer rauszureden und spricht über seine Probleme in der Kneipe mit seinen Kumpels, um sich später zu besaufen.

Im Alptraum aufgewacht bleibt Vincent nichts anderes übrig als halbnackt mit seinen Unterhosen rumzuhupfen und einen zusammenbrechenden Turm aus Blöcken zu besteigen bis die Kirchenglocken läuten und man das Halleluja mitsingen kann. Zwischen den einzelnen Puzzle Stages trifft man auf Schafe und muss im Beichtstuhl eine jeweils unangenehme Frage beantworten.

Rutschende oder explodierende Blöcke, Stachelfallen, Schafe und fiese Endgegner sorgen für zusätzliche Action in den Puzzle Stages. Trifft man auf einen der Endgegner, kommt man besonders ins schwitzen, da zum überlegen der nächsten Schritte kaum Zeit ist. Das ist eines der wenigen wirklich neuen Ideen in einen Videospiel der letzten Jahre. Welches Puzzle Spiel hat bisher so etwas geboten ?

Im der letzten Runde (Imperium) wirkt sich der Fragenkatalog auf den Abspann aus. Mit 8 unterschiedlichen Endsequenzen kann man sich amüsieren was der Kerl so für Beziehungsprobleme hat *g*

Für den Amerikanischen Markt gibt es eine „Love is Over“ Deluxe Edition sowie die Standard Edition mit zwei unterschiedlichen Covers. Das Artbook und der Soundtrack gibt es für eine begrenzte Zeit bei Vertragshändlern (Gamestop oder VGP Atlus Store) gratis dazu. In Deutschland gibt es diesbezüglich noch keine Ankündigung.

Fazit:
Catherine wurde in der Fachpresse relativ hoch bewertet. Der Meinung kann ich nicht ganz zustimmen, denn erstens ist das (Haupt)Spiel mit nur 28 Puzzles nicht sehr umfangreich und zweitens ist der Handlungsspielraum in den Social-Simulation Abschnitten schon sehr begrenzt. Hier bietet Atlus eindeutig zu wenig „Spielbares“ fürs Geld, da ein nicht zu verachtender Teil von Catherine aus langen Zwischensequenzen besteht. Unglücklicherweise wurde leider die japanische Sprachausgabe in der amerikanischen Version entfernt, von dem doch sehr viel von der Originalität verloren geht. Dennoch ist Catherine ein außergewöhnlicher Titel, von dem in dieser Aufmachung (gemessen an den Massen der 08/15 Egoshooter, Sport- oder Casual Spielen) gerne mehr davon erscheinen sollten.

Rating: 7/10

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